es geht auch um Begegnung, Resonanz und
das, was zwischen den Zeilen bleibt.
Diese Woche habe ich eine Nachricht einer Studentin erhalten, die mich nachdenklich gemacht hat.
Sie teilte mir mit, dass sie ein Modul aus persönlichen Gründen nicht weiterführen kann. Solche Nachrichten gehören zum #Hochschulalltag. Studium findet eben nicht im luftleeren Raum statt – dahinter stehen Menschen, Familien, Lebensrealitäten und manchmal schwierige Entscheidungen.
𝗪𝗮𝘀 𝗺𝗶𝗰𝗵 𝗯𝗲𝗿ü𝗵𝗿𝘁 𝗵𝗮𝘁, 𝘄𝗮𝗿 𝗲𝘁𝘄𝗮𝘀 𝗮𝗻𝗱𝗲𝗿𝗲𝘀: Sie schrieb, dass sie sich im Unterricht „völlig im Prozess verloren“ habe. Dass sie sich mitgenommen fühlte. Dass selbst vermeintlich gewöhnliche Inhalte plötzlich interessant wurden.
Und ich musste innehalten.
Denn in Zeiten von KI, digitalen Tools und unbegrenztem Zugang zu Wissen frage ich mich zunehmend:
𝗪𝗮𝘀 𝗯𝗹𝗲𝗶𝗯𝘁 𝗲𝗶𝗴𝗲𝗻𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵 𝘃𝗼𝗻 𝗟𝗲𝗵𝗿𝗲? Vielleicht sind es nicht primär Folien, Modelle oder einzelne Inhalte.
𝗩𝗶𝗲𝗹𝗹𝗲𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗯𝗹𝗲𝗶𝗯𝘁 𝗲𝗵𝗲𝗿 𝗱𝗮𝘀 𝗚𝗲𝗳ü𝗵𝗹: gesehen zu werden. neugierig geworden zu sein. sich für einen Moment wirklich verbunden zu fühlen.
Als #Lehrende, #Coach oder #Führungskräfte vermitteln wir Wissen. Aber vielleicht schaffen wir vor allem Räume, in denen #Menschenlernen wollen.
Und manchmal erinnern uns kleine Rückmeldungen daran, dass Energie, #Haltung und 𝗲𝗰𝗵𝘁𝗲𝘀 𝗜𝗻𝘁𝗲𝗿𝗲𝘀𝘀𝗲 nicht „nice to have“ sind – sondern wirksam.
Welche Begegnung hat Sie zuletzt daran erinnert, warum Sie tun, was Sie tun?
Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen. Beste Grüße, Marie-Luise Schmitz