โDafรผr bin ich nicht zustรคndig.โ โJa, aber โฆโ โDas haben wir schon immer so gemacht.โ
Solche Sรคtze hรถre ich immer wieder (und das nach 40 Jahren arbeiten im Gesundheitswesen), wenn ich mit Fรผhrungskrรคften und Teams arbeite. Sie fallen oft ganz nebenbei โ und trotzdem verรคndern sie etwas.
Nicht unbedingt den Inhalt eines Gesprรคchs. Aber die Atmosphรคre.
Vertrauen wird weniger. Menschen ziehen sich zurรผck. Missverstรคndnisse entstehen. Jeder beginnt, die Situation aus seiner eigenen Perspektive zu erklรคren. Aus einem kleinen Sachthema entwickelt sich Schritt fรผr Schritt ein Beziehungskonflikt.
Dabei braucht es hรคufig keine neue Methode und auch kein weiteres Kommunikationsmodell.
Manchmal reicht eine kleine Verรคnderung in unserer Sprache.
๐๐ถ๐ด ๐ฆ๐ช๐ฏ๐ฆ๐ฎ โ๐๐ข, ๐ข๐ฃ๐ฆ๐ณ โฆโ ๐ธ๐ช๐ณ๐ฅ ๐ฆ๐ช๐ฏ โ๐๐ฏ๐ฅ ๐จ๐ญ๐ฆ๐ช๐ค๐ฉ๐ป๐ฆ๐ช๐ต๐ช๐จ โฆโ.
Aus einem schnellen Urteil wird eine neugierige Frage:
โ๐รถ๐ฏ๐ฏ๐ต๐ฆ ๐ฆ๐ด ๐ฉ๐ช๐ญ๐ง๐ณ๐ฆ๐ช๐ค๐ฉ ๐ด๐ฆ๐ช๐ฏ, ๐ธ๐ฆ๐ฏ๐ฏ โฆ?โ
Oder:
โ๐ช๐ถ๐ฒ ๐๐ฒ๐ต๐ฒ๐ป ๐ฆ๐ถ๐ฒ ๐ฑ๐ถ๐ฒ ๐ฆ๐ถ๐๐๐ฎ๐๐ถ๐ผ๐ป?
Diese kleinen sprachlichen Verรคnderungen รถffnen den Raum fรผr Verstรคndnis, statt das Gegenรผber in eine Rechtfertigung zu bringen.
Ich erlebe immer wieder, dass nicht die groรen Entscheidungen den Unterschied machen. Es sind die vielen kleinen Momente im Fรผhrungsalltag โ ein Satz, eine Frage oder ein Perspektivwechsel โ, die darรผber entscheiden, ob Zusammenarbeit gelingt oder Konflikte weiterwachsen.
๐๐๐ฅ๐๐ก๐ ๐
๐จ๐ซ๐ฆ๐ฎ๐ฅ๐ข๐๐ซ๐ฎ๐ง๐ ๐ก๐๐ญ ๐ข๐ง ๐๐ก๐ซ๐๐ฆ ๐
รผ๐ก๐ซ๐ฎ๐ง๐ ๐ฌ๐๐ฅ๐ฅ๐ญ๐๐ ๐ฌ๐๐ก๐จ๐ง ๐๐ข๐ง๐ฆ๐๐ฅ ๐๐ข๐ง ๐ฌ๐๐ก๐ฐ๐ข๐๐ซ๐ข๐ ๐๐ฌ ๐๐๐ฌ๐ฉ๐ซรค๐๐ก ๐ข๐ง ๐๐ข๐ง๐ ๐๐ง๐๐๐ซ๐ ๐๐ข๐๐ก๐ญ๐ฎ๐ง๐ ๐ ๐๐ฅ๐๐ง๐ค๐ญ?
Ich freue mich auf Ihre Erfahrungen oder den Austausch in den Kommentaren.
Herzliche Grรผรe, Marie-Luise Schmitz