𝗣𝘀𝘆𝗰𝗵𝗼𝗹𝗼𝗴𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗦𝗶𝗰𝗵𝗲𝗿𝗵𝗲𝗶𝘁 𝗯𝗲𝗴𝗶𝗻𝗻𝘁 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗺𝗶𝘁 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗿 𝗠𝗲𝘁𝗵𝗼𝗱𝗲

Streifen gelb
Psychologische Sicherheit im Team

𝘚𝘪𝘦 𝘣𝘦𝘨𝘪𝘯𝘯𝘵 𝘮𝘪𝘵 𝘦𝘪𝘯𝘦𝘳 𝘏𝘢𝘭𝘵𝘶𝘯𝘨.

Im Webinar mit Führungskräften des Paritätischen haben wir gemeinsam der Frage nachgespürt:
Wie entsteht ein Umfeld, in dem Menschen den Mut haben, ihre Gedanken, Fragen und Bedenken auszusprechen?
Die Antworten der Teilnehmenden waren bemerkenswert. Nicht Prozesse oder Checklisten wurden genannt, sondern:
Vertrauen. Zuhören. Offenheit. Transparenz. Augenhöhe. Wohlwollen. Ehrlichkeit.
Gleichzeitig zeigte bereits die erste Mentimeter-Abfrage ein anderes Bild. Das Wort, das am häufigsten mit Fehlerkultur verbunden wurde, war „Scham“.
Genau darin liegt aus meiner Sicht die Herausforderung für Führung.
Psychologische Sicherheit bedeutet nicht, dass Fehler keine Konsequenzen haben oder dass Harmonie das Ziel ist. Sie bedeutet vielmehr, einen Rahmen zu schaffen, in dem Mitarbeitende Fragen stellen, Unsicherheiten ansprechen, unterschiedliche Perspektiven einbringen und auch Fehler offen benennen können – ohne Angst vor persönlicher Abwertung.
Amy Edmondson beschreibt psychologische Sicherheit als den gemeinsamen Glauben eines Teams, dass zwischenmenschliche Risiken möglich sind. Für Führungskräfte bedeutet das, Räume zu gestalten, in denen Vertrauen, Verantwortung und Verletzlichkeit nebeneinander bestehen dürfen.
Denn genau dort entstehen Lernen, Innovation und eine gute Zusammenarbeit.
Mich hat besonders ein Praxisbeispiel aus dem Webinar beeindruckt. Eine Teilnehmerin berichtete von einem Format „𝘍𝘦𝘩𝘭𝘦𝘳 𝘥𝘦𝘴 𝘔𝘰𝘯𝘢𝘵𝘴“. Nicht um Schuldige zu suchen, sondern um gemeinsam daraus zu lernen. Ohne Namensnennung. Mit dem Blick nach vorne.
𝐃𝐚𝐬 𝐢𝐬𝐭 𝐠𝐞𝐥𝐞𝐛𝐭𝐞 𝐋𝐞𝐫𝐧𝐤𝐮𝐥𝐭𝐮𝐫.
Vielleicht beginnt psychologische Sicherheit nicht mit einer großen Veränderung, sondern mit einer kleinen Frage: „Was übersehe ich vielleicht?“ Oder mit einem einfachen Satz: „Danke, dass Sie das angesprochen haben.“
Solche Momente kosten kaum Zeit. Sie können jedoch Vertrauen entstehen lassen – und Vertrauen ist die Grundlage dafür, dass Menschen Verantwortung übernehmen und ihr Wissen zum Wohle der Organisation einbringen.
Ich danke allen Teilnehmenden für den offenen Austausch, die ehrlichen Reflexionen und die Bereitschaft, eigene Erfahrungen zu teilen. Genau solche Gespräche machen Mut und zeigen, wie viel Potenzial in unseren Organisationen steckt.
Herzliche Grüße und bis bald im Seminar am 03.09.2026 in Hannover zu diesem wichtigen Thema für Führungskräfte, Teams und Organisationen.

Marie-Luise Schmitz 💯 🧲 💯 🙋‍♀️