Ostern steht für 𝙁𝙧𝙚𝙞𝙯𝙚𝙞𝙩. 𝙁𝙧𝙚𝙞𝙝𝙚𝙞𝙩. 𝙁𝙖𝙢𝙞𝙡𝙞𝙚.
Und für viele in der Pflege stellt sich eine ganz konkrete Frage:
Wie wertvoll ist eigentlich das „Frei“ – das Dienstfrei?
Und damit verbunden: 𝙒𝙚𝙡𝙘𝙝𝙚𝙣 𝙒𝙚𝙧𝙩 𝙝𝙖𝙩 𝙋𝙛𝙡𝙚𝙜𝙚 – 𝙪𝙣𝙙 𝙙𝙚𝙧 𝙈𝙚𝙣𝙨𝙘𝙝, 𝙙𝙚𝙧 𝙨𝙞𝙚 𝙖𝙪𝙨𝙛ü𝙝𝙧𝙩?
Das Dienstfrei ist mehr als eine organisatorische Größe. Es ist Ausdruck von Wertschätzung gegenüber dem Menschen, der diese Arbeit leistet. Dafür möchte ich gerne an dieser Stelle bereits ein Dankeschön schreiben.
Gleichzeitig erinnere ich mich noch gut an meine Zeit als #Krankenschwester in den 1990er Jahren und später als Stationsleitung auf einer herzchirurgischen #Intensivstation. Unser Frei hatte im #Team einen hohen Wert. Gleichzeitig war uns unsere Verantwortung für schwerstkranke Patient:innen sehr bewusst. Genau in diesem #Spannungsfeld haben wir begonnen, uns andere Fragen zu stellen: Wann muss wirklich jemand einspringen – und wann nicht? Was lässt sich im Vorfeld klären? Wer wäre im Ausnahmefall bereit, erreichbar zu sein – und wer nicht? Ohne PDL bei einem privaten Träger war dies gleichzeitig auch notwendig.
Wir haben früh miteinander gesprochen, #Informationen zusammengetragen, uns abgestimmt – über Krankmeldungen, Belegung, OP-Plan, die Situation im Haus. Nicht perfekt, aber tragfähig. Entscheidend war: Frei war keine Selbstverständlichkeit, über die man leicht hinweggeht, sondern etwas, das geschützt werden sollte. Gleichzeitig behielten wir verantwortlich die Versorgungssituationen im Blick: Was ist für die Leistbar die im Dienst sind um eine sichere und qualitative hochwertige Versorgung leisten zu können. Dafür wollten wir immer gute Antworten finden.
Später, in der Rolle als #Pflegedienstleitung, hat sich dieses Muster bestätigt. Überall stand dieselbe Frage im Raum: Wie gelingt es, dass Mitarbeitende in ihr Frei kommen und gleichzeitig die Versorgung sicher bleibt? Die Antwort lag nie allein im Dienstplan, sondern in einem gemeinsamen #Verständnis von #Verantwortung, im offenen Dialog, Transparenz und in #Verlässlichkeit.
Heute sprechen wir von #New Work, #Selbstorganisation, #PERMA oder #psychologischerSicherheit. Damals hatten wir diese Begriffe nicht – aber wir haben vieles davon bereits gelebt. Mit spürbaren Ergebnissen: stabilere Teams, weniger Fehlzeiten, weniger Fehler, ein deutlich reduzierter Bedarf an Zeitarbeit und eine hohe Attraktivität für Bewerbende.
Für mich bleibt das #Frei bis heute ein zentraler Gradmesser dafür, wie ernst wir den #Wert von #Pflege und den Menschen dahinter nehmen. Und während viele von uns diese Tage im Kreis von Familie und Freunden verbringen, arbeiten andere verlässlich weiter – in der Pflege und in vielen anderen Diensten.