„𝐖𝐢𝐫 𝐡𝐚𝐛𝐞𝐧 𝐤𝐚𝐮𝐦 𝐧𝐨𝐜𝐡 𝐀𝐮𝐬𝐰𝐚𝐡𝐥 – 𝐰𝐢𝐫 𝐧𝐞𝐡𝐦𝐞𝐧, 𝐰𝐞𝐫 𝐤𝐨𝐦𝐦𝐭.“

Streifen gelb

Bewerbungsmanagement

ChatGPT Image 3. Mai 2026, 17 32

Die Headline habe ich gestern mehrfach gehört. Auch bereits in einem Workshop letzten Sommer. Und gleichzeitig die andere Seite: Bewerber, die heute hier sind – und morgen schon wieder weg.

𝐉𝐨𝐛-𝐇𝐨𝐩𝐩𝐢𝐧𝐠 𝐢𝐦 𝐆𝐞𝐬𝐮𝐧𝐝𝐡𝐞𝐢𝐭𝐬𝐰𝐞𝐬𝐞𝐧 𝐢𝐬𝐭 𝐥ä𝐧𝐠𝐬𝐭 𝐑𝐞𝐚𝐥𝐢𝐭ä𝐭.

Und es macht etwas mit den Teams. Mit den Führungskräften. Mit den Entscheidungen. Im Workshop „Kommunikation im Bewerbungsmanagement“ haben wir genau dort angesetzt. Frage: Wie führen wir eigentlich unsere Gespräche?

Manche Fragen kennen wir alle. Sie werden immer wieder gestellt. Und manchmal merken wir: Sie führen nicht mehr wirklich weiter

𝐃𝐚𝐧𝐧 𝐛𝐫𝐚𝐮𝐜𝐡𝐭 𝐞𝐬 𝐧𝐞𝐮𝐞 𝐈𝐦𝐩𝐮𝐥𝐬𝐞. 𝐔𝐧𝐝 𝐯𝐨𝐫 𝐚𝐥𝐥𝐞𝐦: 𝐝𝐞𝐧 𝐀𝐮𝐬𝐭𝐚𝐮𝐬𝐜𝐡 𝐦𝐢𝐭𝐞𝐢𝐧𝐚𝐧𝐝𝐞𝐫. 𝐒𝐜𝐡𝐰𝐚𝐫𝐦𝐢𝐧𝐭𝐞𝐥𝐥𝐢𝐠𝐞𝐧𝐳.

Die Gruppe gestern war heterogen – erfahrene Führungskräfte und Kollegen*innen, die noch relativ neu in ihrer Rolle sind. Genau daraus ist etwas Spannendes entstanden: ein gemeinsames Nachdenken darüber, was es eigentlich braucht, um gute Interviews zu führen.

Wen suchen wir eigentlich? Muss wirklich alles 100 % passen? Oder ist es vielleicht gerade der Unterschied, der ein Team weiterbringt?

Und dann die andere Ebene – die oft mitschwingt: Sympathie, Bauchgefühl, persönliche Eindrücke.
Lässt sich das wirklich vom „Objektiven“ trennen? Oder geht es eher darum, bewusster damit umzugehen?

Im Raum wurde ausprobiert, hinterfragt und neu gedacht. Offener, zirkulärer, manchmal ungewohnt.

Und plötzlich hat sich was verändert: Man hört anders zu. Man fragt anders nach. Die Antworten werden lebendiger. Ehrlicher. Greifbarer. Nicht als Theorie – sondern direkt im eigenen Interview mit den gemeinsam neu entwickelten Fragen. Eine Rückmeldung hat mich besonders berührt:

„𝐄𝐬 𝐟ü𝐡𝐥𝐭 𝐬𝐢𝐜𝐡 𝐚𝐧𝐝𝐞𝐫𝐬 𝐚𝐧, 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞 𝐅𝐫𝐚𝐠𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫𝐤𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐳𝐮 𝐬𝐭𝐞𝐥𝐥𝐞𝐧 – 𝐮𝐧𝐝 𝐝𝐚𝐧𝐧 𝐳𝐮𝐳𝐮𝐡ö𝐫𝐞𝐧.“

Das Bauchgefühl bleibt wichtig. Und gleichzeitig braucht es nachvollziehbare, vergleichbare Fragen – gerade dann, wenn Entscheidungen transparent sein sollen. Für HR. Für Leitung. Für Teams. Und auch für den Betriebsrat. Denn wenn wir Auswahlprozesse nachvollziehbar machen, entsteht oft mehr Commitment für neue Kollegen*innen.

Am Ende blieb eine Erkenntnis hängen:

𝐄𝐬 𝐛𝐫𝐚𝐮𝐜𝐡𝐭 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐢𝐦𝐦𝐞𝐫 𝐯𝐢𝐞𝐥𝐞 𝐅𝐫𝐚𝐠𝐞𝐧. 𝐌𝐚𝐧𝐜𝐡𝐦𝐚𝐥 𝐫𝐞𝐢𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐳𝐰𝐞𝐢 𝐨𝐝𝐞𝐫 𝐝𝐫𝐞𝐢 – 𝐝𝐢𝐞 𝐫𝐢𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠𝐞𝐧.

Gute Gespräche entstehen nicht aus Routine. Sondern aus Präsenz.

Gerade für Führungskräfte wird Bewerberauswahl zunehmend zur Schlüsselkompetenz. „Ein bisschen KI mit im Spiel“😊. Wenn Sie das für Ihr Team schärfen möchten – vor den großen Ferien oder im Herbst? Gerne, bis bald, Marie-Luise Schmitz 💯🧲💯

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