In einer Weiterbildung mit angehenden Pflegedienstleitungen blieb ein Satz besonders hรคngen:
โ๐ รผ๐ก๐ซ๐ฎ๐ง๐ ๐๐ซ๐๐ฎ๐๐ก๐ญ ๐๐จ๐ฆ๐ฆ๐ฎ๐ง๐ข๐ค๐๐ญ๐ข๐จ๐ง. ๐๐จ๐ฆ๐ฆ๐ฎ๐ง๐ข๐ค๐๐ญ๐ข๐จ๐ง ๐๐ซ๐๐ฎ๐๐ก๐ญ ๐๐๐ฅ๐๐ฌ๐ญ๐ซ๐๐๐ฅ๐๐ฑ๐ข๐จ๐ง.โ
Gerade in schwierigen Gesprรคchen richten wir den Blick oft zuerst auf unser Gegenรผber. Warum verhรคlt sich die Mitarbeiterin so? Weshalb reagiert der Kollege so ablehnend? Was mรผsste der andere verรคndern?
Dabei beginnt wirksame Kommunikation viel frรผher โ bei uns selbst.
Unsere Erfahrungen, Werte und รberzeugungen beeinflussen, wie wir zuhรถren, Situationen bewerten und letztlich handeln. Friedemann Schulz von Thun beschreibt dies mit dem Bild des โInneren Teamsโ. In uns melden sich unterschiedliche Stimmen: die Antreiberin, die Kritikerin, die Fรผrsorgliche, die Mutige oder die Perfektionistin. Welche Stimme gerade den Ton angibt, entscheidet oft darรผber, wie ein Gesprรคch verlรคuft.
Es geht nicht darum, diese Stimmen auszuschalten. Entscheidend ist, sie wahrzunehmen. Denn erst wenn ich meine eigene Reaktion verstehe, kann ich bewusst entscheiden, wie ich fรผhren mรถchte.
๐๐๐ฅ๐๐ฌ๐ญ๐ซ๐๐๐ฅ๐๐ฑ๐ข๐จ๐ง ๐ฏ๐๐ซรค๐ง๐๐๐ซ๐ญ ๐ รผ๐ก๐ซ๐ฎ๐ง๐ Deshalb beginne ich Workshops hรคufig mit einer einfachen Frage: โ๐๐๐ฌ ๐ฐ๐๐ซ ๐ก๐๐ฎ๐ญ๐ ๐ก๐ข๐ฅ๐๐ซ๐๐ข๐๐ก?โ
Diese kurze Reflexion รถffnet den Blick. Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf Erfahrungen, Erkenntnisse und Entwicklung โ nicht nur auf Probleme. Oft entstehen daraus die wertvollsten Gesprรคche.
Ich bin รผberzeugt: Gute Fรผhrung beginnt nicht mit der perfekten Gesprรคchstechnik. Sie beginnt mit der Bereitschaft, das eigene Denken und Handeln immer wieder zu reflektieren.
๐๐ฆ๐ญ๐ค๐ฉ๐ฆ ๐๐ณ๐ข๐จ๐ฆ ๐ฉ๐ช๐ญ๐ง๐ต ๐๐ฉ๐ฏ๐ฆ๐ฏ ๐ฅ๐ข๐ฃ๐ฆ๐ช, ๐ด๐ช๐ค๐ฉ ๐ด๐ฆ๐ญ๐ฃ๐ด๐ต ๐ข๐ญ๐ด ๐รผ๐ฉ๐ณ๐ถ๐ฏ๐จ๐ด๐ฌ๐ณ๐ข๐ง๐ต ๐ณ๐ฆ๐จ๐ฆ๐ญ๐ฎรคร๐ช๐จ ๐ป๐ถ ๐ณ๐ฆ๐ง๐ญ๐ฆ๐ฌ๐ต๐ช๐ฆ๐ณ๐ฆ๐ฏ?
Oder schreiben Sie mir gerne, welche Erfahrungen Sie mit Selbstreflexion im Fรผhrungsalltag gemacht haben.
Herzliche Grรผรe, Marie-Luise Schmitz