Dieser Satz hat bei mir auf dem Weg nach Hause noch nachgewirkt.
Beim Ethik Symposium 2026 der BG Kliniken in Frankfurt ging es heute um Transparenz, Verantwortung und den konstruktiven Umgang mit Fehlern im Klinikalltag. In meinem 𝙒𝙤𝙧𝙠𝙨𝙝𝙤𝙥 „𝙋𝙨𝙮𝙘𝙝𝙤𝙡𝙤𝙜𝙞𝙨𝙘𝙝𝙚 𝙎𝙞𝙘𝙝𝙚𝙧𝙝𝙚𝙞𝙩 𝙪𝙣𝙙 𝙁𝙚𝙝𝙡𝙚𝙧𝙠𝙪𝙡𝙩𝙪𝙧 – 𝙒𝙞𝙚 𝙇𝙚𝙧𝙣𝙠𝙪𝙡𝙩𝙪𝙧 Or𝙜𝙖𝙣𝙞𝙨𝙖𝙩𝙞𝙤𝙣𝙚𝙣 𝙧𝙚𝙨𝙞𝙡𝙞𝙚𝙣𝙩 𝙢𝙖𝙘𝙝𝙩“ sind wir sehr schnell von der Theorie in die Praxis gegangen. Meine Eingangsfrage war: Welche Frage möchten Sie nach diesem Workshop für sich beantwortet haben? Was wäre heute hilfreich für Sie? Der Wunsch war deutlich: Austausch. Praxis. Erfahrungen anderer. Und genau dort wurde es interessant. Die Teilnehmenden stellten fest: Viele Herausforderungen ähneln sich – über Bereiche und Kliniken hinweg.
„𝘋𝘢𝘴 𝘦𝘳𝘭𝘦𝘣𝘦𝘯 𝘢𝘭𝘴𝘰 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘯𝘶𝘳 𝘸𝘪𝘳.“
Ideen wurden geteilt, andere Perspektiven gehört und Erfahrungen ausgetauscht: Was funktioniert bereits? Was haben andere ausprobiert?
Für mich war genau das heute besonders wertvoll: psychologischer Sicherheit und Fehlerkultur nicht nur anhand von Studien und Modellen vorzustellen, sondern einen Raum zu schaffen, in dem im Austausch bereits ein Stück erlebbar ist. Eine Teilnehmerin war im Plenum eher still. Am Ende fragte ich sie, ob sie etwas für sich mitnehmen konnte. Ihre Antwort sinngemäß: „𝘑𝘢. 𝘐𝘤𝘩 𝘬𝘰𝘯𝘯𝘵𝘦 𝘮𝘪𝘤𝘩 𝘪𝘯 𝘥𝘦𝘳 𝘒𝘭𝘦𝘪𝘯𝘨𝘳𝘶𝘱𝘱𝘦 𝘢𝘶𝘴𝘵𝘢𝘶𝘴𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘻𝘶𝘩ö𝘳𝘦𝘯. 𝘋𝘢𝘴 𝘸𝘢𝘳 𝘩𝘪𝘭𝘧𝘳𝘦𝘪𝘤𝘩. 𝘚𝘪𝘦 𝘸𝘪𝘴𝘴𝘦𝘯 j𝘢, 𝘸𝘪𝘦 𝘦𝘴 𝘪𝘮 𝘬𝘭𝘪𝘯𝘪𝘴𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘈𝘭𝘭𝘵𝘢𝘨 𝘪𝘴𝘵 – 𝘮𝘪𝘵 𝘏𝘪𝘦𝘳𝘢𝘳𝘤𝘩𝘪𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘡𝘦𝘪𝘵𝘥𝘳𝘶𝘤𝘬.“ Für mich eine wichtige Botschaft dieses Tages. So viele engagierte Menschen. So viele Ideen. So viel Wissen und Erfahrung. Und Morgen?
Was passiert dann mit dieser Energie? In den Pausen hörte ich auch andere Sätze: von reduzierter Arbeitszeit, von aufgegebenen Leitungsfunktionen, davon, nicht mehr lange arbeiten zu müssen.
Das beschäftigt mich. Was brauchen wir in unseren Organisationen, damit engagierte Menschen nicht nur engagiert bleiben – sondern auch die Bedingungen vorfinden, unter denen sie gestalten können? Veränderung beginnt nicht immer mit dem großen Konzept. Manchmal beginnt sie mit einem Gespräch, einer anderen Frage oder einem ersten kleinen Schritt.
W𝙖𝙨 𝙬ä𝙧𝙚 𝙢𝙤𝙧𝙜𝙚𝙣 𝙄𝙝𝙧 𝙚𝙧𝙨𝙩𝙚𝙧 15%-𝙎𝙘𝙝𝙧𝙞𝙩𝙩? (Liberating Structure)
Und wenn Sie gerade vor der Frage stehen, wie psychologische Sicherheit, Zusammenarbeit oder eine tragfähige Lern- und Fehlerkultur in Ihrer Organisation tatsächlich gelebt werden können: Ich komme darüber gerne mit Ihnen ins Gespräch. Nicht über die nächste Methode – sondern darüber, was bei Ihnen gerade wirklich gebraucht wird. Herzliche Grüße, Marie-Luise Schmitz